Mittwoch, 26. September 2007

Der Junge mit der Mundharmonika

Einst wurde ein Junge geboren, deren Vater ihm immer auf der Mundharmonika vorspielte.
Als sein Vater starb war er mit seiner Mutter ganz allein.
Da in dem Dorf, in dem sie lebten, keine Arbeit für den Jungen gab mußte er in die Stadt, Arbeit suchen. Nachdem der Junge hier und dort versucht hatte etwas zu bekommen und keinen Erfolg hatte, wollte er es zuletzt noch bei einem Bäcker versuchen. Der Bäcker, ein kleiner dicker Mann, brauchte noch eine Arbeitskraft und stellte ihn ein. Er packte dem Jungen ein paar Pfannkuchen für den Rückweg ein und wünschte ihm einen guten Heimweg. Wie auf dem Weg in die Stadt mußte er auch auf dem Rückweg durch einen tiefen Wald. In der Mitte des Waldes ist eine große Lichtung, auf der eine alte zerfallene Burg steht. Da der Weg durch den Wald nicht an der Lichtung vorbei führt, und die Bäume des Waldes sehr hoch sind, weiß noch kein Mensch das in dem tiefen Wald eine Burg steht. Denn jeder hat Angst sich zu verlaufen. Dem Jungen verging die Angst, denn er mußte jeden Morgen und jeden Abend durch den Wald. Als er eines abends nach Hause ging hatte er es nicht eilig, wie immer, denn die Angst vor Drachen und Ungeheuer war weg. Er wollte dem Zwitschern der Vögel lauschen, aber er hörte nichts. Da wollte er mal sehen, ob tiefer in dem Wald, die Vögel zwitschern. Und wie er so ging kam er immer mehr vom Weg ab. Es wurde dunkler, doch er merkte nichts.
Als er auf die Lichtung trat sah er die zerfallene Burg und ging hin um sie sich genauer anzugucken. Ringsherum der Burg war ein Graben mit dreckigem Jauchenwasser. Die Zugbrücke war hochgezogen und er konnte nicht hinein. Doch da stieß er mit seinem Fuß gegen einen Stein. Der Fuß tat ihm weh, aber er sah wie die Zugbrücke herunter ging. Er konnte es nicht glauben und haute noch einmal gegen den Stein. Als er sah das die Zugbrücke wieder hochging haute er zum dritten mal gegen den Stein und sie kam wieder herunter. Er sah das die Burg drei Türme besitzt und guckte sich alles an. In den Pferdeställen lagen Gerippe von Pferden herum und auf dem Hof standen zerfallene Kutschen. In einer Kutsche fand der Junge eine Mundharmonika und spielte darauf. Aufeinmal sah es ringsum ganz anders aus. Die zerfallene Burg stand aufeinmal prächtig dar. Alles glänzt, die Kutschen sehen wieder wie neu aus. In den Pferdeställen hört man Pferde wiehern. In den Zimmern der Burg sah es königlich aus, nur der Stein vor der Burg blieb alt. Der Junge wunderte sich über die Mundharmonika. Er dachte nicht lange darüber nach und spannte zwei Schimmel vor einem Wagen. Als er draussen war trat er gegen den Stein und fuhr zum Rand der Lichtung. Dort war aber kein Weg, wo er hindurch konnte. Er dachte daran wie die Burg wieder neu wurde und spielte auf der Mundharmonika. Da lag vor ihm plötzlich ein langer Weg. Es könnte schon Mitternacht sein, aber ihm war es als ob es Mittag war. An der Kutsche war eine Lampe angebracht die im Dunkeln leuchtet. Der Weg ist so breit, das der Mond und die Sterne auf ihn leuchten und erhellen. Er fuhr mit der Kutsche und kam wenige Zeit nach Mitternacht zu Hause an. Seine Mutter konnte nicht schlafen und wartete auf ihn. Er erzählte seiner Mutter alles und sie beschlossen in der Burg einzuziehen. Er spielte für sich und seiner Mutter schöne Kleider und spannte am Morgen die beiden Pferde vor die Kutsche. Die Nachbarn sahen das, und wunderten sich, wie sie zum Reichtum gelangten. Er lebte mit seiner Mutter bis an ihr Lebensende dort und die Leute im Dorf brauchten nicht mehr zu hungern.

1 Kommentar:

Tschonni hat gesagt…

Hi, Ich habe auch einen Blog, in dem ich Frei erfundene Geschichten veröfentliche, meine Geschichten Handeln aber alle von einem Captain Malgardi, der Abenteuer erlebt. Er ist Fischer und liebt das Meer.

das macht mir spass deine Geschichten zu Lesen, die sind nicht zu lang und das finde ich gut :)

http://malgardi.blogspot.com/

das wäre mein Blog! schau doch mal vorbei :)